ProjekteHorst Bienek 2011

Horst Bienek 2011

Horst Bienek 1949
aus der Prozeßakte Horst Bienek: Paß, 1949

Der Schriftsteller, Künstler und Filmemacher Horst Bienek hat die Extreme des 20. Jahrhunderts durchlebt. Die Erfahrungen von Gewalt, Krieg, Vertreibung, Verhaftung und Arbeitslager im Archipel GULag und am Ende eine durch die Erkrankung an Aids dramatisch verrinnende Lebenszeit wurden zum Stoff für seine literarische, künstlerische Produktion. In ihr hat er seine Form gefunden, um paradigmatisch für seine Zeitgenossen und ein Jahrhundert Zeugnis abzulegen: „Alle diese Erfahrungen sind mir erst dann mitteilenswert, wenn sie die Erfahrung anderer mit einbegreifen. Meine Stimme ist nichts. Sie ist erst etwas, wenn sie etwas ins Wort setzt, was auch andere – wortlos – wiedererkennen.“

Horst Bienek hat bereits zu Lebzeiten seinen umfangreichen literarischen Nachlass für die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek bestimmt. Er umfasst Manuskripte, Korrespondenzen und Tagebücher ebenso wie seine Arbeitsbibliothek, Filme, künstlerische Objekte und weitere Lebenszeugnisse.

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek will mit Projekten zu Horst Bienek die Erforschung und Erschließung des Nachlasses befördern und damit auch einen Beitrag zur Wiederentdeckung des Autors und Künstlers leisten. Horst Bienek hat mit seiner Literatur, seinem filmischen Schaffen und seinen Lebensthemen zentrale Erfahrungen des 20. Jahrhundert bearbeitet, die durch das Projekt dem heutigen Publikum neu vorgestellt werden. 

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